Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

 

USA 2017, 99 Minuten, R Ry Russo-Young, D Zoey Deutch, Logan Miller

 

Ihre Angst: die Wiederholung (Bild: Verleih)
Ihre Angst: die Wiederholung (Bild: Verleih)

Bei ihr hakt nicht der Murmeltiertag, sondern der „Cupid's Day“, eine Art Vorbote des Valentinstags, an dem die Menge der Rosen, die man in der Schule geschenkt bekommt, als Gradmesser der Popularität fungiert. Über mangelnde Beliebtheit muss sich Protagonistin Sam (Zoey Deutch) keine Sorgen machen. Darüber, dass sie immer und immer wieder am Morgen jenes 12. Februar erwacht, schon.

Sam steckt ganz offenbar in einer Zeitschleife fest und erlebt nichts anderes mehr als diesen Freitag, an dem sie wie gewohnt ihre Clique von It-Girls zur High School abholt, die Mädels gemeinsam die Defizite der Mitschüler durchhecheln und Sams bevorstehendes erste Mal mit ihrem Freund bei der Party am Abend bequatschen. Dass die Fete bei dem Jungen, der (gar nicht so) heimlich in die Protagonistin verliebt ist, aus dem Ruder läuft, hat mir einer Außenseiterin zu tun. Und auch das abrupte Ende des Tages scheint mit dieser zusammenzuhängen.

 

Ry Russo-Young verfilmt den erfolgreichen Jugendroman von Lauren Oliver mit dem gleichen umständlichen deutschen Titel (im Original heißt beides „Before I Fall“) mit viel Gespür für das Lebensgefühl heutiger (US-)Teenagerinnen. Dabei weiß die Regisseurin nicht nur Leistungsdruck und Unsicherheiten einzufangen, sondern schafft es auch, eine gut ausbalancierte Mischung aus für die junge Zielgruppe spannender Mystery und psychologischen bis philosophischen Tupfern in attraktive Bilder zu verpacken. Der Nachwuchs-Cast – allen voran die Hauptdarstellerin – agiert auf adäquatem Niveau.