Song to Song

USA 2017, 129 Minuten, R Terrence Malick, D Ryan Gosling, Rooney Mara, Michael Fassbender, Natalie Portman

Der neue Malick: Tänzeln auf glatten Oberflächen (Bild: Verleih)
Der neue Malick: Tänzeln auf glatten Oberflächen (Bild: Verleih)

Faye (Rooney Mara) und BV (Ryan Gosling), aufstrebende Talente der Musikszene Austins, verlieben sich auf einer Party des einflussreichen Produzenten Cook (Michael Fassbender) ineinander. Die Affäre, die Faye außerdem mit Cook hat, entwickelt sich in ein kompliziertes Dreiecksverhältnis, das alle Beteiligten schließlich in Beziehungen mit anderen Menschen treibt.

Viel mehr als diese Eckpunkte hat die Handlung nicht zu bieten, und dass ihre Protagonisten in der Musikbranche tätig sind, scheint vor allem einem gewissen Coolness-Faktor geschuldet sowie dem Fakt, dass sich der Autor und Regisseur auf diesem Feld noch nicht getummelt hat. So schrammelt Rooney Mara mal ein bisschen auf der E-Gitarre und singt Ryan Gosling ein paar Takte und geistern Promis wie Iggy Pop, die Red Hot Chili Peppers oder Patti Smith durchs Bild. Das alles bleibt ähnlich folgenlos wie der rudimentäre Inhalt, der den diffusen Beziehungskisten und Identitätsverwirrungen des Malickschen Figurenarsenals jüngerer Vergangenheit auch nichts Neues hinzuzufügen weiß.

 

Zum vierten Mal arbeitet das polarisierende Regie-Phänomen mit Kameramann Emmanuel Lubezki (Oscars für „Gravity“ und „Birdman“) zusammen, was immerhin wieder für ästhetisch vollendete Fluten von Bildern ansehnlicher Menschen und Umgebungen sorgt. Leider hat sich auch beim Rest wenig verändert, allenfalls weiter verdünnt: Zu einem verblüffenden Auftrieb begehrter Darsteller, die träumerisch zu pseudo-philosophischem Geraune aus dem Off über glatte Oberflächen tänzeln.