5 Frauen

D/F 2016, 98 Minuten, R Olaf Kraemer, D Julia Dietze, Odine Johne, Anna König, Korinna Krauss, Kaya Marie Möller

Hier ist etwas Schreckliches passiert (Bild: Verleih)
Hier ist etwas Schreckliches passiert (Bild: Verleih)

Endlich mal wieder ein langes Wochenende unter Freundinnen, ganz ohne Männer. Das zumindest war der Plan, doch das andere Geschlecht drängt nicht nur in Form traumatischer Erinnerungen in das Idyll.

Erst taucht in der gewittrigen Nacht, in der halluzinogene Pilze den Salatteller veredelten, ein Eindringling im Atelier der residierenden Künstlerin auf, den die Frauen im Affekt töten. Tags darauf sucht ein weiterer Unbekannter seinen stummen Bruder und bringt (erotischen) Aufruhr unter die Damen.

 

Die Handlung klingt nicht nur hanebüchen – sie ist es auch und wächst sich bis zum Finale zu etwas aus, das man wohlwollend neutral als mysteriös bezeichnen kann. Die zwischen Künstlichkeit und Alltäglichkeit oszillierenden Dialoge und Figuren erzeugen eine gewisse Faszination, die jedoch nicht lange trägt und immer wieder unfreiwillige Komik aufblitzen lassen. Immerhin gelingt dem Regiedebüt mit attraktiven Darstellerinnen und Bildern zwischen flirrender Sommerfantasie und bedrohlichem Albtraum eine atmosphärisch dichte Umsetzung.

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