Die versunkene Stadt Z

Abenteuer

USA 2016, 140 Minuten, R James Gray, D Charlie Hunnam, Robert Pattinson, Tom Holland

 

Charlie Hunnam als Fawcett im bolivianischen Dschungel. Bild: Verleih
Charlie Hunnam als Fawcett im bolivianischen Dschungel. Bild: Verleih

Als ihn die Royal Geographical Society 1906 das erste Mal zur Vermessung der Terra incognita in den südamerikanischen Dschungel entsendet, tritt der britische Oberstleutnant noch aus militärisch geschultem Pflichtgehorsam die weite, lange Reise an. Es bleibt nicht seine letzte, denn irgendwo im Herzen des Regenwalds fängt Percy Fawcett Feuer.

 

Was den Funken entzündet und den Forscher fortan nur noch einen Lebenssinn kennen, seinen Ruf und gar Frau und Kinder vergessen lässt, ist eine sagenumwobene Stadt. Die Indios bezeichnen die nie vom Auge eines Weißen erblickten Ruinen einer alten Zivilisation als steinerne oder schwarze Stadt; Fawcett nennt sie schlicht Z – und sucht nach ihr ohne Furcht und Kompromisse.

 

Den Mann, der Arthur Conan Doyle zu seinem Roman „Die vergessene Welt“ und Georg Lucas zu Indiana Jones inspiriert haben soll, hat es tatsächlich gegeben. Basierend auf dem 2009 publizierten Sachbuch „The Lost City of Z: A Tale of Deadly Obsession in the Amazon“ findet Fawcetts Geschichte nun verblüffend spät ins Kino. Ein Umstand, den Regisseur James Gray („Helden der Nacht – We Own the Night“) dazu nutzt, sie genüsslich altmodisch in Szene zu setzen. Er besitzt die richtigen Zutaten für seine Mischung aus biographischem Drama und klassischem Abenteuer – von den eindrucksvollen Schauplätzen bis zur stattlichen Besetzung. Doch um an klassische Vorbilder heranzureichen, fehlt es an erzählerischer Tiefe und Größe, was auf 140 Minuten Laufzeit einen zugleich sprunghaften wie langatmigen Eindruck vermittelt.

 

Verleihinfos und Trailer Die versunkene Stadt Z

 

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