Split

Eben noch haben die Mädels im Burger-Restaurant gefeiert. Nun will der Vater das Geburtstagskind und seine beste Freundin, beide Typ Cheerleader, sowie das fünfte Rad am Wagen, die stille Außenseiterin Casey, nach Hause chauffieren. Doch nicht er steigt ins Auto, sondern ein Fremder, der seine Opfer sofort betäubt. 

Sie finden sich in einem Heizungskeller eingesperrt wieder und wissen noch nicht so recht, was sie vom Entführer zu befürchten haben, da sehen sie durchs Schlüsselloch eine Frau im Nebenraum. Die Rettung? Nicht wirklich. Denn es ist der gleiche Mann, nun in Rock und Pumps – so wie er kurz darauf als lispelnder Neunjähriger im Türrahmen kauert. Und all die „Persönlichkeiten“ sprechen von einem „Biest“, das bald kommen wird, um die Mädchen zu holen …

 

M. Night Shyamalan ist zurück, der Autor und Regisseur mit dem Faible für gruselige Mystery-Stoffe, psychologische Abgründe und den berühmten Twist, der das Gesehene am Ende nochmals auf den Kopf stellt. Nie wieder ist dem Briten diese spezielle Mischung so gelungen wie bei seinem Durchbruch „The Sixth Sense“ (1999), doch nach einem Jahrzehnt voller Flops scheint er sich berappelt zu haben. Einigermaßen – denn trotz spannender Momente und finaler Überraschung hat sein neues Horrormärchen mit einigen Längen, Elementen galoppierenden Schwachsinns und pseudo-psychoanalytischer Überfrachtung zu kämpfen. Als versehrte Heldin kann sich Anya Taylor-Joy gut behaupten neben James McAvoy, der seine multiple Freak-Show eindrucksvoll und mit sichtlicher Freude meistert. (jdü)

 

Psychothriller

Split, USA 2016, 117 Minuten, R M. Night Shyamalan, D James McAvoy Anya Taylor-Joy, Betty Buckley

 

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